Astrologische Fundstücke

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GreenTara
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Astrologische Fundstücke

Beitrag von GreenTara » Do 17. Mai 2018, 13:07

Hallo zusammen :)

in diesem Thread ist Platz für Fundstücke aus Literatur, von Websiten oder auch gern aus eigenen Aufzeichnungen. Das könnte doch eine schöne Sammlung werden, denke ich zumindest.

Beginnen möchte ich mit zwei kurzen Abschnitten aus dem Buch von Bernd Singer: Theorie, Technik & Analyse der Symmetrischen Astrologie, Hamburg, 1997. Besonders verblüfft und zum Zitieren angeregt haben mich die Übereinstimmungen zu mehrmals getätigten Aussagen M. Roscher zu den Eigenarten diverser Zeichen, vor allem auch deshalb, weil diese doch ein wenig von den "landläufigen" Beschreibungen abweichen.

Schöne Grüße
Rita
»Mancher Mensch muss erst mit dem Kopf gegen einen Baum rennen, bevor er merkt, dass er auf dem Holzweg ist.«

Wilhelm Busch

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Jungfrau und Waage - Astrologische Fundstücke

Beitrag von GreenTara » Do 17. Mai 2018, 13:12

Jungfrau
Eine der typischen Verhaltensweisen der Jungfrau zeigt sich z.B. in der ganz bewussten Aussteuerung von Handlungen, nicht ohne schon vorher zu wissen, was als Wirkung möglich ist. Solche Menschen versuchen sich permanent zu kontrollieren, schlimmstenfalls in einer Art und Weise, die einer selbtbeobachtenden, vorausschauenden Kameraführung durch einen imaginären Dritten gleichkommt.

Die reine Jungfrau-Sonne ist in ihrem Verhalten fast chamäleonartig in ihrer Umgebung unscheinbar und unauffällig, einfach aus dem innersten Drang heraus, das Beste für sich zu erreichen.

Quelle: Singer, Bernd: Theorie, Technik & Analyse der Symmetrischen Astrologie, Hamburg, 1997, S. 96 - 97
Waage
Die Waage-Sonne zeigt sich nach außen eher harmoniebedürftig und harmonisierend. Dieses Klischee wird besonders gern von den Waagegeborenen selbst angegeben. Es erklingen Sätze wie "Ich bin doch ganz angenehm und gesellschaftsfähig; ich möchte keinem wehtun, ich bin nur um den Ausgleich besorgt, usw", immer das tatsächliche Bild einer Waage vor Augen haltend, selbst wenn sie astrologisch ungebildet oder desinteressiert sind.

Sie vergessen natürlich dabei die Tatsache zu erläutern, dass dies ein reines Hilfsmittel ist, um möglichst ungeschoren durch das Leben zu kommen. Die Waagegeborenen sind nicht in der Lage, sich sofort auf eine der möglichen Wahlseiten zu schlagen oder sich endgültig zu entscheiden.

Das ist einzig und allein begründet in dem Mangel an Filtern, durch die das äußere Leben eingeordnet werden kann. Im Gegenzeichen Widder werden die ungestümen Energien und Aggressionen freigelassen und setzen sich relativ ungebremst durch, im Zeichen Waage wird die Aggression in den Bereich des Denkens verdammt, das Verhalten selbst ist eher zurückgenommen, die Bewegung eckt nicht mehr an, ist weich, geschwungen, eben harmonisch und weniger geeignet, sich durchzusetzen.

Nicht der Körper als Druckmittel zur Durchsetzung eigener Ziele, sondern das Denken und seine Äußerung über die Sprache und gestik wird zur verlässlichen Waffe, mit der man sich erwehrt.

Quelle: s.o., S. 98
Jetzt verstehe ich (noch) besser, was meinen Herzallerliebsten an einer starken Besetzung der beiden Zeichen in einer Radix ein wenig abturnt. :cool: ;)

Viel Vergnügen und schöne Grüße
Rita
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Wilhelm Busch

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frajoscha
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Astrologische Fundstücke

Beitrag von frajoscha » Do 17. Mai 2018, 18:43

Hallo Rita,

angeregt durch Deine löbliche Idee auch eigene Ideen zu Tierkreiszeichen in diesem
thread beizusteuern, möchte ich dies wahrnehmen. Ich habe mir auf der Art und Weise,
wie nachstehend, beschrieben alle Tierkreiszeichen bearbeitet. Dies ist die [jun_k]:


DIE JUNGFRAU [jun_k]
In jedem Gefüge ist Ordnung und Struktur

Löwe-Zeit ist pure Fülle. Die Kornfelder sind reif, Äpfel und Birnen hängen korbweise zwischen
den Blättern am Baum. Die Natur bereitet sich darauf vor in Kürze ihr Füllhorn auszuschütten.
Eine Zeit des Überflusses steht vor der Tür. Auf diese Hoch-Zeit hin haben die Menschen schwer
gearbeitet, um gerüstet zu sein vor dem langen, kalten und dunklen Winter. Jetzt beginnt die
Jungfrau-Zeit [jun_k] ihre Wirkung zu entfalten. Die überbordende Fülle muss geordnet einge-
fahren und haltbar zubereitet werden. Nichts darf verderben und weggeworfen werden. Das
Prinzip Jungfrau [jun_k] ist zutiefst ökonomisch. Alle Kräfte werden darin gebündelt die Ernte
oder die Ergebnisse aller Bemühungen zu sichern. Nichts wird dem Zufall oder dem Spiel der
Kräfte überlassen. Nüchternes Abwägen, sachkundiges Analysieren und das daraus abgeleitete
zweckdienliches Handeln sind die stetigen Vorgehensweisen des Jungfrau-Prinzip.

Das ein jeder Situation angepasste Handeln, die flexible Anpassung an die jeweils herrschende
Lebenssituation ist typisch für die Jungfrau. Daher sind es die Spezialisten die das „Jungfräu-
liche“ vertreten. Ein Paradebeispiel ist der Bergsteiger, der ein Kletterspezialist (Reinhold
Messner) darstellt. Völlige Kontrolle und ständiges Präsent-sein über jeden einzelnen Handgriff
und Fußtritt. Kein umständliches und unnötiges Hantieren am Fels. Vorausblick auf die richtige
Reihenfolge absturzsichernder Bewegungen und Maßnahmen. Zusammenfassend sind es Ökono-
mie, Zweckdienlichkeit, Analyse und daraus folgerichtiges Handeln die im Wesentlichen das
charakteristische des Jungfrau-Prinzips ausmachen. Eine weitere Domäne stellt die Gewähr-
leistung der Funktion dar. Der menschliche Körper wie auch Maschinen und Geräte, als Hilfs-
mittel der Arbeit müssen funktionieren. Dies kann nur durch die Versorgung erhaltender Stoffe
und funktionsunterstützender Maßnahmen erreicht werden. Hygiene, Vitamine und Gesundheit
erhaltende Lebensweise einerseits sowie Sauberkeit, Schmierstoffe und Wartung andererseits.

Es geht demnach um das ordnungsgemäße Funktionieren der zur Verfügung stehenden Hilfsmittel.
Typische Berufsbereiche des Jungfrau-Prinzips  sind demnach: Reparatur- und Wartungsbetriebe,
Refa-Fachleute, Überwachungsorgane von betrieblichen Abläufen, Hygiene- und Analyseinstitute,
kurzum alles was zur Verbesserung und Optimierung von Herstellungssystemen führt.
Die Essenz des Jungfrau-Prinzips ist die Aussteuerung des Gemüthaften gegenüber den Lebens-
erfordernissen, also die Vernunft und ihre Anwendung. Der regulieren-de Verstand setzt dem
fließen wollenden Gemüt Grenzen, um dem ständigen Anpassungsdruck des Lebens gerecht
werden zu können. Dennoch kann kein Organismus, wie er auch sei, auf das Jungfrau-Prinzip ver-
zichten.

Als typische Jungfrauerfindung könnten das Maßband und der Aktenordner gelten.
J. W. v. Goethe, Antonin Dvorak und Anton Bruckner waren [jun_k] .
* * *
Gruß, frajoscha

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Astrologische Fundstücke

Beitrag von GreenTara » Fr 18. Mai 2018, 13:57

Hallo frajoscha :)

vielen Dank für deine Ausarbeitung. :) Mögen noch viele weitere folgen. :yes:
frajoscha hat geschrieben:Als typische Jungfrauerfindung könnten das Maßband und der Aktenordner gelten.
Das unterschreibe ich. Mein Exmann, seines Zeichens Sonne in Jungfau, hat mich mit der Menge seiner Aktenordner nicht nur einmal an den Rand der Verzweiflung gebracht, weil die Biester einen ganzen Raum einnahmen. :yellowgrin:

Thx und liebe Grüße
Rita
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Astrologische Fundstücke

Beitrag von frajoscha » Fr 18. Mai 2018, 17:27

Hallo Rita und Foris,

eigentlich hätte ich die Einführung vorweg schicken sollen, was mir zu dem Zeitpunkt als ich die [jun_k] schrieb nicht einfiel.
Die Einführung ist für Diejenigen gedacht die am Beginn des Astrologiestudiums stehen und sich allmählich einfinden. Allen
anderen vielleicht zur Wiederholung.

Vom Wesen der 12 Tierkreiszeichen
Einführung

Während ihres einjährigen Umlauf um die Sonne bewegt sich die Erde entlang dem Hintergrund 12 verschiedener Sternbilder
vorbei, die teilweise mit bloßem Auge sichtbar sind. Diese Sternbilder weisen recht beachtliche Größenunterschiede auf. Sowohl
auf der nördlichen als auch auf der südlichen Erdhalbkugel sind 4 verschiedene Vegetationszyklen, sprich Jahreszeiten, spürbar.
Der Grund dafür ist die Schieflage der Erdachse bezogen auf die Ebene ihrer Umlaufbahn um die Sonne.

Um diese vier Jahreszeiten gleichmäßig auf ein Erdenjahr verteilen zu können wurden ebenfalls 4 gleichgroße Quartale mit je-
weils 3 Tierkreiszeichen installiert. Demnach haben jedes der 12 Tierkreiszeichen 30° Größe und sind als Pendant zu den gleich-
namigen Sternbildern anzusehen.

Die Astrologen wissen, dass die Aneinanderreihung der Tierkreiszeichen keineswegs willkürlich ist. Sie sehen darin vielmehr
eine sinnvolle, sich fortschreitend verlaufende Entwicklung eines jeden Lebewesens. Dies gilt umso mehr für den Menschen.
Nach meinem Modell stellt jedes Tierkreiszeichen demnach eine chronologische und inhaltliche Weiterführung des vorhergeh-
enden Tierkreiszeichens dar. Nun ist erhellt, dass beispielsweise das Zeichen Krebs [kreb_k] bereits sämtliche Erfahrungen
und Erkenntnisse seiner Vorgänger Widder, Stier und Zwillinge hinter sich hat und nun durch ihn selbst weitere neue Erfahrun-
gen wieder hinzukommen.

Dieser Zyklus geht durch alle weiteren Tierkreiszeichen hindurch bis sich der Kreis mit dem Tierkreiszeichen Fisch [fi_k.] schließt.
In den nachfolgenden Monaten werden alle 12 Entwicklungsstadien beschrieben. Bevor mit der Ausbreitung der einzelnen Zeichen
begonnen wird, muss zur Vermeidung falscher Ansichten eines ganz entschieden klargestellt werden:

Nicht alle Menschen, die beispielsweise im Zeichen Löwe [loew_k] geboren sind, haben die gleichen Eigenschaften, noch sind
alle Stiere [stier_k] so und so geartet. Nur die Gesamtschau eines Geburtshoroskops gibt darüber Auskunft, um was für einen
Löwe oder um welche Art Stier es sich im Einzelnen handelt. Nachfolgende Beschreibungen beschreiben ausschließlich den Arche-
typus, den reinen Typ eines Tierkreiszeichens ohne die „Einmischung“ von Planeten und anderen Horoskopfaktoren, also Tierkreis-
zeichen pur. Menschen in den jeweiligen Zeichen geboren sind unendliche Variationen, Spielarten ihres Tierkreiszeichens.

Ein Beispiel soll es verdeutlichen: Nehmen wir an es gäbe ein Tierkreiszeichen Auto.
Da gibt es vierrädrige und dreirädrige, Benziner und Dieselfahrzeuge, LKW und Pickups, Oldtimer und Luxuskarossen, usw.
Alle genannte Fahrzeuge sind Variationen des "Tierkreiszeichen" Auto.

Zum Abschluss einer jeden Beschreibung werden Berühmtheiten verschiedener Couleur genannt, die in den jeweiligen Tierkreis-
zeichen geboren wurden. Dann zu guter Letzt runden tierkreiszeichen-typische „Erfindungen“, die den jeweiligen Zeichen unter-
schoben sind, das Bild ab.

Gruß, frajoscha

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Astrologische Fundstücke

Beitrag von GreenTara » So 20. Mai 2018, 00:54

Hallo zusammen :)

Vielen Dank, frajoscha, für deine weiteren Ausführungen, die hoffentlich fleißig gelesen werden. :)

Hier ein Fundstück der besonderen Art:
Sterne über Hamburg - Maßnahmen gegen die Astrologie

Eine andere Sache ist jedoch, wie Schorr die „reinigenden Fluten des Nationalsozialismus" gegen die unbeliebten Astrologen anwendete. Bereits im August 1933 schrieb Schorr als Vorsitzender des Ausschusses der Deutschen Astronomen an das Reichsministerium des Innern:

„Die Deutschen Astronomen betrachten es als ihre nationale Pflicht, die Reichsregierung zu bitten, bei ihrem Vorgehen zur Säuberung des öffentlichen Lebens in Deutschland auch dem überall eingerissenen astrologischen Unfug Einhalt zu gebieten.

Täglich werden Tausende von Volksgenossen, besonders der minderbemittelten Schichten durch „Astrologen" beschwindelt und um ihr Geld gebracht...

Staatsanwalt und Polizei haben die Leihbüchereien und Zeitungsstände erfreulicherweise weitgehend von Schmutzschriften gesäubert; ebenso muß auch der astrologische Schund beseitigt werden.

Wir Deutsche Astronomen sind gern bereit, die staatlichen Behörden in diesem Kampf gegen den astrologischen Unfug in jeglicher Weise zu unterstützen."


Quelle: http://www.friedensblitz.de/sterne/krie ... logie.html
Die Navigation auf der Seite ist etwas gewöhnungsbedürftig, sie befindet sich unterhalb des Textes. Es lohnt sich meines Erachtens aber, sich da durchzukämpfen.

Schöne Pfingsten!
Rita
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Wilhelm Busch

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