Café Crone

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GreenTara
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Beitrag von GreenTara »

Hallo allerseits :)

ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich weiß, wie es mir geht angesichts der sich verstärkenden Beschränkungen des Alltagslebens. Ich schwanke zwischen Fassungslosigkeit und Zorn und ich spüre das Bedürfnis, beidem Ausdruck zu verleihen und auch darüber zu reden - quasi als Druckentlastung.

Wie es aussieht, werden wir wohl für mindestens zwei Wochen weitestgehend in unsere Wohnungen verbannt, denn nach der Verhängung in Bayern und Rheinland-Pfalz ist im gesamten Bundesgebiet mit Ausgangssperren zu rechnen. Das Einkaufen von Lebensmitteln wird erschwert durch strenge Auflagen bezüglich der Anzahl der Personen in Geschäften und Abstandsvorgaben. Vorhin war ich noch mit Björn in der City einkaufen und es war gruselig zu sehen, wie leergefegt Plätze sind, wie leer die Markthalle und die noch offenen Geschäfte sind. So etwas will psychisch erst einmal verarbeitet sein.

Eben las ich Folgendes über die Bestimmungen in Bayern:
Bewohner in Alten- und Pflegeheimen dürfen nur noch besucht werden, wenn sie im Sterben liegen. Besuche im Krankenhaus sind nur noch in drei Fällen erlaubt: bei Sterbefällen, für Eltern, die ihr krankes Kind sehen wollen, und für Väter, die ihr neugeborenes Kind und die Mutter besuchen.

Quelle: https://www.msn.com/de-de/nachrichten/c ... li=BBqg6Q9
Mir dreht sich alles um: Ist es wirklich gerechtfertigt, menschliches Leben mittels unmenschlicher Maßnahmen um jeden Preis zu schützen? Denn das, was da jetzt angeordnet wird, ist unmenschlich - Menschen sind soziale Wesen, sie brauchen Kontakt und Berührung, gerade dann, wenn sie krank und pflegebedürftig sind. Mir ist zum Heulen, obwohl ich nach 23 Jahren in der Krankenpflege einiges gewohnt bin und nicht so schnell in Tränen ausbreche oder die Contenance verlieren, wenn ich an die Menschen in ihren Pflegebetten denke, für die das dezimierte Pflegepersonal wenig Zeit hat.

Das muss ich erst einmal verarbeiten. Ich muss auch verarbeiten, wie sehr es mich schockiert, dass in den Kommentaren von Medien nach Ausgangssperren gerufen wird. Es schockiert mich, wie eng der Korridor der Meinungen geworden ist - das ist ja noch ärger als bei der Klimadebatte, in der jeder, der leise Zweifel am gängigen Narrativ äußerte, als "Klimaleugner" diffamiert wurde. Mich entsetzt, wie schnell Fake News zu Real News werden: Erst bestritt das Bundesgesundheitsministerium den Shutdown und bezeichnete entsprechende Meldungen als "Fake News", um nicht einmal 30 Stunden später den bundesweiten Shutdown zu verkünden.

Mittwoch dankt Merkel in ihrer Ansprache den in systemrelevanten Berufen Arbeitenden. So eine Heuchelei! Der warme Dank hilft nicht weder den personalmäßig ausgebluteten Kliniken noch den Kassierinnen und Regaleinräumern, die mit 450-Euro-Jobs zum Mindestlohn abgespeist werden. Wo war die Fürsorge für die Alten und Kranken, als man sich um die Grundrente und überhaupt um eine auskömmliche Rente stritt? Und jetzt sollen 80 Millionen Einwohner aus Rücksicht auf die Alten und Kranken kuschen?

Was ist das für eine Fürsorge, die sich in asozialen Verhaltensweisen ausdrückt? Abstand, kein Körperkontakt etc. als neue Form der Fürsorglichkeit? Na, danke.

All das muss ich irgendwie bewältigen und ich kann mir vorstellen, dass auch euch einiges bewegt. Nicht das, was mich bewegt, aber ganz sicher wird es etwas geben, was euch nicht einleuchtet, Angst macht oder anderweitig verunsichert. Mit diesem Thread hier würde ich gern jenseits der Astrologie Raum geben für das, was euch gerade beschäftigt und euch dazu einladen, euch mitzuteilen, auch dann, wenn es ein kräftiger Fluch, ein Witz, ein Gedicht, ein Video oder sonst etwas ist.

Liebe Grüße
Rita
»Nur die Weisen sind im Besitz von Ideen. Die meisten Menschen sind von Ideen besessen.«

Samuel Coleridge

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Beitrag von PoW »

Hallo alle,

Ich bin zutiefst traurig dass ich meine Familie nicht sehen darf. Ich fühl mich wie in einem goldenen Käfig und ich muss im Haus bleiben weil ich Kontakt zu einer Corona Person hatte. Ich selbst wurde nicht getestet weil ich keine Symptome hab - welch ein Bullshit mich dann einzusperren oder im Ungewissen lassen.
Ich will zu meiner Mama , denn die ist allein und hat höllisch Angst.
Mein Partner flieht vor mir denn er müsste sonst Gefühle zulassen.

Es war Ende in Sicht , nur noch eine Woche. Was kam heute - Verlängerung auf 13.4. - spinnen die jetzt komplett ???? Am liebsten würd ich mich erhängen aber ich hab den Mumm nicht..

Ich vermisse die Natur und den Schnee oder das Gras zwischen meinen Fingern.

Liebe Grüße aus dem Krisengebiet
PoW

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Beitrag von GreenTara »

Hallo Birgit :)
PoW hat geschrieben:
Fr 20. Mär 2020, 18:48
Es war Ende in Sicht , nur noch eine Woche. Was kam heute - Verlängerung auf 13.4. - spinnen die jetzt komplett ???? Am liebsten würd ich mich erhängen aber ich hab den Mumm nicht..
Das ist hart, so eine Verlängerung. Da würde ich auch am Rad drehen. :trost: Aber auch diese Zeit vergeht, ganz sicher. :yes: Trotzdem bleibt ein Lagerkoller nicht aus. Ich war mal gut 14 Tage "eingesperrt" und damit hatte ich schon meine Probleme.

Kannst du dich denn irgendwie ablenken? Oder mit deiner Mama wenigstens skypen?

Und wenn es dir hilft, dann lasse dich halt hier aus. Genau dafür ist dieser Thread gedacht, damit sich jeder, der es möchte, bissel Luft machen kann.

Liebe Grüße
Rita
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Beitrag von PoW »

Hallo Rita :)
GreenTara hat geschrieben:
Fr 20. Mär 2020, 19:59
Das ist hart, so eine Verlängerung. Da würde ich auch am Rad drehen. :trost: Aber auch diese Zeit vergeht, ganz sicher. :yes: Trotzdem bleibt ein Lagerkoller nicht aus. Ich war mal gut 14 Tage "eingesperrt" und damit hatte ich schon meine Probleme.
ja seit freitag den 13.3 in Quarantäne - aber erst nur der Ort und ab 15.3 muss ich noch in häuslich zwangsquarantäne weil ich eben den Kontakt hatte.
Absolut hirnrissig solange
Kannst du dich denn irgendwie ablenken? Oder mit deiner Mama wenigstens skypen?
ja inzwischen kann sie video telefonieren aber das ist schwer für mich. Sie hat große Angst und ich hab Heimweh. Ich will dann nicht weinen sondern stark sein und das ist teilweise schwer.
Ablenken ja aber nur stellenweise. Hab schon alles geputzt, gewascht und mach viel für die schule aber die Abende sind lang und fühl mich sehr allein.
Und wenn es dir hilft, dann lasse dich halt hier aus. Genau dafür ist dieser Thread gedacht, damit sich jeder, der es möchte, bissel Luft machen kann.
Das war eine super Idee von dir :spitze: danke für den Thread..

Liebe Grüße
PoW

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Beitrag von GreenTara »

Hallo Birgit :)
PoW hat geschrieben:
Fr 20. Mär 2020, 20:22
seit freitag den 13.3 in Quarantäne - aber erst nur der Ort und ab 15.3 muss ich noch in häuslich zwangsquarantäne weil ich eben den Kontakt hatte.
Absolut hirnrissig solange
Was momentan abgeht, kann man mit dem Verstand kaum noch erfassen.
Hab schon alles geputzt, gewascht und mach viel für die schule aber die Abende sind lang und fühl mich sehr allein.


Du schaffst das schon - und wenn du das durchgestanden hast, dann weißt du für die Zukunft, dass du es kannst. Das gibt auch so etwas wie Selbstvertrauen. Hart ist es jetzt trotzdem.
Das war eine super Idee von dir :spitze: danke für den Thread..
Gern geschehen. :knuddel: Ich bin zwar ruhig bezüglich einer möglichen Erkrankung, aber ich bin gleichzeitig beunruhigt angesichts der gerade vollzogenen Maßnahmen und deren ständigen Verschärfungen. Ich fürchte, die Kollateralschäden durch die Massen-Isolation könnten insgesamt schlimmer sein als die Folgen durch die Erkrankung selbst. Es ist gerade nicht ganz einfach, mich nicht kirre machen zu lassen und weiterhin besonders alarmistische Meldungen auf ihren Gehalt hin zu prüfen. Das ist einer meiner Formen der Beschäftigung. Ab und an ist auch bissel netflixen dabei.

Liebe Grüße
Rita
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Beitrag von PoW »

Hallo Rita :)
GreenTara hat geschrieben:
Fr 20. Mär 2020, 21:49
Was momentan abgeht, kann man mit dem Verstand kaum noch erfassen.
ja nicht nur was abgeht, sondern auch was sie so sagen. Keiner weiß wie lange das Corona Virus in einem steckt. Ein Mann war gesund und hatte Corona. Nach der angeordneten Quarantäne kamen sie wieder um den Test zu machen - immer noch positiv nach 14 Tagen zuhause!!! Sollen wir uns jetzt ewig einsperren nur weil es bei uns nicht ausbricht?
Du schaffst das schon - und wenn du das durchgestanden hast, dann weißt du für die Zukunft, dass du es kannst. Das gibt auch so etwas wie Selbstvertrauen. Hart ist es jetzt trotzdem.
Ja sehr hart.. ich denke da noch gar nicht an die Zukunft. Nicht mal an morgen mehr. Nimmt allerdings das hektische Gefühl weg. Ist auch ein bissl positiv - und ich bin weg vom Job - hurrrraaaa...
Gern geschehen. :knuddel: Ich bin zwar ruhig bezüglich einer möglichen Erkrankung, aber ich bin gleichzeitig beunruhigt angesichts der gerade vollzogenen Maßnahmen und deren ständigen Verschärfungen. Ich fürchte, die Kollateralschäden durch die Massen-Isolation könnten insgesamt schlimmer sein als die Folgen durch die Erkrankung selbst. Es ist gerade nicht ganz einfach, mich nicht kirre machen zu lassen und weiterhin besonders alarmistische Meldungen auf ihren Gehalt hin zu prüfen. Das ist einer meiner Formen der Beschäftigung. Ab und an ist auch bissel netflixen dabei.
Also wegen der Erkrankung bin ich auch ruhig aber ich hab Angst andere anzustecken ohne das ich was merke und diese dann wegen mir sterben würden.
Und ja die Schäden kommen... schau dir die langsam läufer bis dezember / jänner an .. werden sogar alle mal rückläufig .. da kommt was - 100 pro - und nach der Corona Krise ist das schon ziemlich fix , glaubst nicht?

Liebe Grüße
Birgit

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Beitrag von GreenTara »

Hallo Birgit :)
PoW hat geschrieben:
Sa 21. Mär 2020, 15:02
ja nicht nur was abgeht, sondern auch was sie so sagen. Keiner weiß wie lange das Corona Virus in einem steckt. Ein Mann war gesund und hatte Corona. Nach der angeordneten Quarantäne kamen sie wieder um den Test zu machen - immer noch positiv nach 14 Tagen zuhause!!! Sollen wir uns jetzt ewig einsperren nur weil es bei uns nicht ausbricht?
Die Tests sind nicht zu 100% zuverlässig, es kann auch falsch positive geben. Hilft einem nur nichts, weil man wird aus Vorsicht die Quarantäne aufrecht erhalten.

Das Einsperren wird ja nicht gemacht, damit man andere nicht ansteckt, denn das lässt sich nicht völlig vermeiden, sondern weil man hofft, wenn sich weniger zur gleichen Zeit anstecken, dass dann das Gesundheitswesen nicht überlastet wird.

Das Einsperren ist eine Folge der kaputtgesparten Kliniken, jedenfalls hier in D. Ausbaden dürfen das - mal wieder - die Bürger.
Ja sehr hart.. ich denke da noch gar nicht an die Zukunft. Nicht mal an morgen mehr. Nimmt allerdings das hektische Gefühl weg. Ist auch ein bissl positiv - und ich bin weg vom Job - hurrrraaaa...
Das finde ich gut. Es ist sehr klug, beim Heute zu bleiben. Wir wissen nie, was morgen sein wird.Und es ist doch auch gut, dass du den ungeliebten Job los bist. Und jetzt hast du ganz viel Zeit für deine astrologischen Studien.
Also wegen der Erkrankung bin ich auch ruhig aber ich hab Angst andere anzustecken ohne das ich was merke und diese dann wegen mir sterben würden.
Nun ja, die würden aber nicht deinetwegen sterben, da muss schon bissel mehr zusammenkommen. Das ist das, was mich so beunruhigt: Dass man beginnt, seine Mitmenschen wie einen tödlichen Gegner zu betrachten. Mich beunruhigt, wie laut viele nach immer schärferen Maßnahmen schreien. Mich beunruhigt, dass man meint, man solle mit unmenschlichen Maßnahmen Menschenleben retten. Nun sehe ich so etwas ein wenig anders als viele, weil ich so lange in der Krankenpflege war und daher ein anderes Verhältnis zu Leben und Tod entwickelt habe. Und erlebt habe, was das Ergebnis sein kann, wenn man um jeden Preis Leben erhalten will.
Und ja die Schäden kommen... schau dir die langsam läufer bis dezember / jänner an .. werden sogar alle mal rückläufig .. da kommt was - 100 pro - und nach der Corona Krise ist das schon ziemlich fix , glaubst nicht?
Könnten wir das Astrologische in einem Astro-Thread besprechen? :) Im "Alles Corona-Thread" könntest du deine Beobachtungen und Schlussfolgerungen vor- und zur Diskussion stellen.

Liebe Grüße
Rita
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cazimi
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Beitrag von cazimi »

Hallo,

gerade entdeckt:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... taene.html

Gruss
Cazimi

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GreenTara
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Beitrag von GreenTara »

Hallo cazimi :)
cazimi hat geschrieben:
So 22. Mär 2020, 19:09
gerade entdeckt:

https://www.welt.de/politik/deutschland ... taene.html
Danke für den Link. So eine klammheimliche Schadenfreude beschleicht mich schon an dem Gedanken, dass auch eine Kanzlerin jetzt als gutes Vorbild zu Hause im eigenen Saft schmoren darf.

Uli Gellermann ist auch wieder gut:
[...]Die Sitzungen im Bundestag sollen nur noch mit „Abstand und Schutzmaßnahmen“ stattfinden. Abstand zu den Inhalten? Schutzmaßnahmen gegen Lobbyisten? Der Kanzleramtschef Helge Braun droht: "Samstag ist ein entscheidender Tag, den haben wir besonders im Blick". Denn wenn die Bevölkerung an diesem Samstag nicht freiwillig zu Hause bleibt, dann kommen die Ausgangssperren. Braun bekam ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung für ein Medizinstudium. Promoviert hat er über "Herzrasen während einer Operation". (Den Smilie gönne ich mir jetzt: :ohnmacht: und stelle mir die Frage: Meint er sein Herzrasen oder das des Operierten während der Aktion?)

Im Namen der Gesundheit wird die Freiheit abgeschafft. Und die Verschwörung kommt nicht düster, sondern klinisch weiß daher: Je mehr Verbote desto gesünder ist das Land. Wer sich an die Spitze der Verbote setzt, kann die nächste Wahl gewinnen. In dieser Konkurrenz liegt die sächsische AfD ganz vorn, es sei „perfide, angesichts der Corona-Pandemie Tausende Bürger weiter in ihren Betrieben arbeiten zu lassen und gesundheitlichen Gefahren auszusetzen“. Nicht weit davon entfernt der grüne Ministerpräsident in Baden-Württemberg: "Wir müssen unser Land jetzt herunterfahren - bis fast auf Null“. Bis auf Null die Strom - und Wasserwerke? Auf Null die Busse und Bahnen? Auf Null das Grundgesetz, denn Freiheit geht nur durch Zwang, sagt die neue Dialektik.
Quelle: DIE VIRUS-DIKTATUR: Verschwörung gegen die Freiheit
Liebe Grüße
Rita
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cazimi
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Beitrag von cazimi »

Guten Morgen,

seit heute früh um 6.00 Uhr gilt eine allgemeine Ausgangssperre für Griechenland.

Gänge zur Arbeit, zum Einkauf, zur Apotheke, Bank sind erlaubt.

Dies aber nur mit einem Ausgangsschein, den man sich per Internet herunterlädt oder eine SMS verschickt, wo man seinen Ausgang vermerkt.

Zuwiderhandeln wird mit Strafen von 150,-- Euro belegt.

Was machen jetzt die Leute, die kein Internet oder Handy haben?

Momentan ist sowieso das Wetter schlecht. Wir haben den langersehnten Regen. Kein Mensch geht freiwillig auf die Strasse.

Es darf alles einfach nicht wahr sein. :eek: :ohnmacht:

Ich wünsche eine schöne Woche.

Cazimi

Seschat
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Beitrag von Seschat »

Liebe Rita, liebe Leser

GreenTara hat geschrieben:
Fr 20. Mär 2020, 16:38
Hallo allerseits :)

ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich weiß, wie es mir geht angesichts der sich verstärkenden Beschränkungen des Alltagslebens. Ich schwanke zwischen Fassungslosigkeit und Zorn und ich spüre das Bedürfnis, beidem Ausdruck zu verleihen und auch darüber zu reden - quasi als Druckentlastung.

Das ist eine gute Idee und danke, das du den Raum dafür schaffst.

Interessant ist, dass ich null Angst vor dem Virus habe, aber mich eine tiefe Angst vor den Politiker erfasst.

Wenn ich mir den NRW-Ministerpräsident Laschet, oder Frau Merkel und Markus Söder anschaue, wie sie mit erhobenem Zeigefinger sich zu profilieren versuchen, hat das nichts mit Fürsorge mit den Bürgen zu tun, sondern das Auftreten dient rein dem Ego und einer Profilierungssucht.

Als psychologisch geschulte Person bin ich fassungslos über die Sprach- Metapher der regierenden Politiker.
Verbote / Androhungen / Strafandrohung.

Ein ganzes Volk wird eingesperrt, nur weil wenige anscheinend gefeiert haben, wird ein ganzes Volk in Kollektivhaft genommen.
Für mich ist dies ein Machtmissbrauch, natürlich kann man darüber geteilter Meinung sein.

Die ganze Energie geht in Richtung Isolationen, und wenn man hinter die Kulissen schaut, haben die Obigen nichts im Griff. Ich habe es getestet.
Test werden sogar verweigert, weil nicht vorhanden oder man Angst hat, was man dann tun muss.

Ich erzähle hier Mal aus meinem persönlichen Erleben.
Letzte Woche starb mein Cousin (68), an einer Krebserkrankung. Zum Schluss durften nicht mal mehr die engsten Familienmitglieder zu ihm. Erst als es dann zu Ende ging, und er nicht mehr bei Bewusstsein war, durfte seine Frau zu ihm.

Schwester, Cousine, ect. niemand sonst. Langsam werde ich richtig wütend, wie Familien isoliert werden.
Für die Trauerfeier, die am Samstag stattfand, durften nur 10 Personen anwesend sein. Wir sind ein Großfamilie. Wo ist er unterschied zwischen 10 oder 11 Personen?

Man kann den Tatbestand der Notwendigkeit diskutieren, darum geht’s mir nicht. Ich finde die Hartherzigkeit schlimm, die dieser Tage herrscht, die mangelnde Empathie mit den Menschen, die ihr Schicksal bewältigen müssen. Man will angeblich die Alten und Kranken schützen und genau das Gegenteil passiert. Isolation ist eine Form von Folter und viele alte Menschen werden sicher an die Kriegszeit erinnert.

Wenn mensch von so vielem abgeschnitten ist, erhöht das anderer Probleme bis zum Suizid.
Und wenn man die Maßnahmen genau anschaut, muss man kritisch hinterfragen.

Nur wenige Kontaktstellen, welche noch erlaubt sind, schafft meiner Meinung nach ein viel höheres Ansteckungsrisiko, weil hier eine Konzentration stattfindet. Supermärkte und Apotheken. Angeblich will man die älteren Bürger schützen. Wo war/ ist die angebliche Fürsorge für diese Bürger mit den Themen, die ältere Menschen sonst so mit sich rumschleppen? Bezahlbarer Wohnraum, ect. Diese Schweinheiligkeit ist unerträglich.

Die Stütze für ältere Mitbürger, die Familie, werden wie Aussätzige behandelt. Ich darf nun meine Enkelkinder nicht sehen.
Zurück zu meinem Cousin. Seiner Mutter, meine Patentante, hat man bisher den Tod ihres Erstgeborenen verschwiegen. Warum?!

Weil sie alleine im Altenheim sonst damit fertig werden müsste. Kein Besuch, kein Trost, kein Verarbeiten. Niemand kann sie in den Arm nehmen um ihr bei der Trauer zu helfen. Wie kalt ist unsere Welt geworden und das soll Schutz sein?!

Die Verhältnismäßigkeit stimmt ganz und gar nicht. Wer bestimmt was geht und was nicht?

So Leute wie Laschet /Merkel / Söder mit erhobene Zeigefinger im unseren Gesichtern? Kontaktsperre scheint das Unwort des Jahres zu werden.
Ich finde diese Welt in diesen Tagen kaltherzig und ich bin entsetzt, wie schnell sich Menschen aus Angst beugen und wenig hinterfragen.

Mir machen die gewählten Volksvertreter mehr Angst als das Virus selbst.

Seschat
„Erfahrungen sind Maßarbeit. Sie passen nur dem, der sie macht“. (Carlo Levi)

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Café Crone

Beitrag von GreenTara »

Liebe Cazimi, liebe Seschat :)

vielen Dank für eure Beiträge und dafür, dass ihr mitteilt, was euch durch den Kopf geht und was ihr empfindet.

Gestern Abend war ich wieder in einer Art Schockzustand. Da hat mir nicht geholfen, dass mir klar war, dass man die Maßnahmen verschärfen wird. Mir stellt sich immer wieder die Frage nach der Verhältnismäßigkeit und so sehr ich mich auch bemühe, informiere und auf mein "zweites Gehirn" höre: Verhältnismäßigkeit und echte Fürsorge im Sinne von Anteilnahme oder der viel bemühten "sozialen Verantwortung" sehe ich nicht.

Dazu zwei Netzfunde:
Wenn ich zwischen der liberalen freiheitlichen Grundordnung und dem Leben von vielen Menschen wählen muss, dann entscheide ich mich für das Leben. Die Feingeister und Bedenkenträger dürfen nach der Pandemie gerne wieder ihre Finger heben. Vielleicht hört ihnen dann ja jemand zu.

Im Moment ist jede Maßnahme, die eine weitere Infektion verzögert (fürs stoppen ist es zu spät) eine gute und richtige Maßnahmen. Egal, welche Rechte oder Gefühle dabei verletzt werden. Und gleich, wie radikal diese Maßnahmen sind oder noch werden müssen. Sofern die Virologen, Mathematiker und Volkswirte diese Maßnahmen gutheißen, bin auch ich dafür und halte mich daran.

Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... kommentare
Wie rabiat ist das denn? Das ist kein Schutz, da hat jemand Angst oder "Schiss". Was vielleicht erklärt, weshalb so viel Klopapier gekauft wird.
Und:

Engpässe bei Narkosemitteln treiben Preise hoch
11.28 Uhr: Intensivmediziner klagen über einen massiven Preisanstieg bei wichtigen Medikamenten. Große Sorge bereiteten neben der Knappheit an Verbrauchsmaterialien vor allem Engpässe bei wichtigen Narkosemitteln, sagte Gernot Marx von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI).

Die schon seit Längerem bestehenden Probleme führten in Zeiten der Corona-Epidemie wiederum zu massiven Preisanstiegen. So stehe etwa das Narkosemittel Propofol nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Innerhalb weniger Tage habe sich der Preis pro Ampulle von einem auf mehr als 20 Euro erhöht, sagte Marx: "Das bedeutet: Narkosen von Notfallpatienten könnten gefährdet und die Möglichkeiten, Kranke auf der Intensivstation zur Beatmung in 'künstlichen Schlaf' zu versetzen, bald stark eingeschränkt sein."

Quelle: https://www.spiegel.de/wissenschaft/med ... 6a6155726a
Tja. Jetzt werde ich bissel rabiat und schlage vor, dass man dieses Narkosemittel, ohne das kein beatmeter Patient die Beatmung toleriert, beschlagnahmt oder die Hersteller verstaatlicht.

Diejenigen, die vorgeblich geschützt werden sollen, werden die nicht gerade erst recht verstört? Ich denke an Menschen, die sich in Griechenland keinen Ausgehschein besorgen können oder an die Mutter von Seschats Cousin, der man nicht sagen mag, dass ihr Kind tot ist.

Gestern hatte ich auf einem anderen Forum kurz kommentiert, dass es mich besorgt, wenn man mittels unmenschlicher Methoden Menschenleben retten will. Was kam? Man erklärte mir, dass man ja Menschenleben retten können und hat mir dieses alberne Video vom Lesch präsentiert. Ich brauche den Lesch nicht, was in Kliniken abgeht und wie man berechnet, was man wann an Kapazitäten braucht, habe ich gründlich gelernt, Herr Lesch aber vermutlich nicht. Sonst hätte er erwähnt, dass zu den vom Bund bestellten 10000 Beatmungsmaschinen auch mindestens 10000 Intensivpflegekräfte gehören, weil die Geräte sonst nutzlos sind. Mit anderen Worten: Momentan scheint jeder bemüht, darzustellen, wie verantwortungsvoll er/sie handelt und denkt und jeder, der nicht genauso denkt, sei so etwas wie eine öffentliche Gefahr. Zynismus und ähnliches wurden mir auch schon unterstellt. Nun ja... Der Meinungskorridor ist gerade ganz schmal - und das macht mir Angst.

Hat die Gesellschaft denn gar nichts aus dem Milgram-Experiment gelernt? https://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

Liebe Grüße
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Beitrag von Traumprinz »

Hallo zusammen :)

Ich habe schon in den ersten Tagen, als es in Deutschland noch relativ ruhig war, aber in China ziemlich durchgegriffen wurde, überlegt: Ich finde es durchaus vostellbar, dass es wirklich mal eine Erkrankung (oder sonst ein Ereignis) geben könnte, das es nötig macht, derartige Maßnahmen dauerhaft umzusetzen, weil sonst kein Überleben möglich ist. Ich denke aber nicht, dass ich in so einer Welt noch leben wollen würde, denn "Leben" und "Überleben" unterscheiden sich in dem, was man gemeinhin als Lebensqualität bezeichnet...

Ach ja, und nachdem ich die Kommentarspalten in den Online-Medien gesichtet habe nach der Ausgangssperre in Bayern, hat sich in mir etwas zurechtgerückt: seitdem kann mir keiner mehr erzählen, dass irgendwer in den 30ern "aus Versehen" da reingerutscht ist. Wahrscheinlich werden wenige die Folgen überschaut oder auch nur hinterfragt haben, aber sie waren mit voller Inbrunst dabei (wie man in den Filmausschnitten aus der Zeit ja auch sehr gut sehen kann).

Es gab übrigens in den 60ern in Kalifornien an einer Schule ein Experiment, dass vielleicht noch besser als Milgram die Beeinflussbarkeit von Massen demonstriert hat: The Third Wave. Bekannt geworden ist es durch den darauf basierenden Roman (im deutschen "Die Welle"). Auch der hat von seiner Aktualität nichts eingebüßt.

Liebe Grüße und behaltet einen klaren Kopf, so weit das momentan möglich ist!
Björn
„Oft fällt das Denken schwer, indes
das Schreiben geht auch ohne es!“
Wilhelm Busch

Seschat
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Café Crone

Beitrag von Seschat »

Liebe Birgit

Habe ich das richtig verstanden, du bist in Quarantäne, nur weil du Kontakt mit einer infizierten Person hattest, ohne selbst getestet worden zu sein?

Wenn du doch gar keine Symptome hast und kein Test durchgeführt wurde, was sind die Kriterien für die Zwangsisolation, wer entscheidet sowas?
PoW hat geschrieben:
Sa 21. Mär 2020, 15:02
Also wegen der Erkrankung bin ich auch ruhig aber ich hab Angst andere anzustecken ohne das ich was merke und diese dann wegen mir sterben würden.
Das kannst du nicht wissen, und deswegen ist das unnötiger Ballast den du zusätzlich mit dir rum schleppst, hilft dir überhaupt nicht.

Was machst du in diesen Tagen? Hast du mal darn gedacht, ein Tagebuch über deine Isolation zu führen!

Vielleicht geht es bei solchen Erfahrungen, die du nun zwangsläufig machst, um eine Neubewertung, ein anderer Blick auf dein Leben.

Ich wünsche dir, dass du bald wieder „frei“ bist, gesund bleibst und deiner Mutter beistehen kannst.

Halte durch :king:


Liebe Grüße
Seschat
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Beitrag von Chanda »

Hallo zusammen! :)

Meine Meinung:
Wer wütend sein will,
der findet Gründe.

Liebe Grüße
Chanda

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