"Erbschaft" ?

Astrologie nach traditionellen alten Meistern (William Lilly etc.)
Stundenhoroskope, Geburtshoroskope etc.
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Klaus
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"Erbschaft" ?

Beitrag von Klaus »

Hallo,
schon wieder ich :) - Das Nchfolgende aber ist im Gegensatz zum Gehabten eine offene, unentschiedene Sache.
Ich muss da etwas ausholen. Eine alte Bekannte - ob ich Freundin sagen kann, weiß ich nicht - sie war fast drei Jahrzehnte älter als ich. Das hatte etwas Kumpelhaftes, aber "Freundin" wird letztlich wohl doch stimmen. (Jemand, der esoterischer veranlagter als ich bin, würde da vermutlich von karmischer Beziehung sprechen..) Aber über Jahrzehnte haben wir immer wieder Kontakt gehabt - sie hat mir Rat gegeben in wichtigen Fragen (aller Art), ich habe ihr geholfen, auch Hinweise auf astrologischer Basis gegeben.
Sie ist nun gestorben - mit 97 Jahren. Ich hatte in den letzten Jahren keinen Kontakt mehr, sie war dement geworden, auch wohnte sie nicht mehr in der Gegend.
Sie hatte einen guten Kunstverstand, kaufte Bilder, ihre Wohnung hing voll von Kunstwerken, primär Grafik, meist von künsterlisch gutem bis hohem Niveau. Darunter Bilder, da hatte sie den richtigen Riecher, preiswert erworben, heute im Wert gestiegen. (Es geht nicht um Riesensummen, aber da finden sich Grafiken von bekannten Künstlern.) Vor gut 10 (?) Jahren bat sie mich, mir einige Bilder auszuwählen, die ich nach ihrem Tod bekommen sollte - als Dank für meinen "Beistand" über die langen Jahre. Ich war da widerstrebend, dergleichen liegt mir nicht. Sie war aber in der Sache hartnäckig, bestand darauf. Es wäre ihr sehr wichtig, dass ich diese Bilder bekomme. Nun, da hab ich drei, vier Bilder ihr genannt. Eines sollte ich gleich mitnehmen, was ich dann auch tat, nachdem sie sagte, sie bestehe darauf.
Sie sagte, das würde sie klar als Verpflichtung für Tochter und Mann schriftlich niederlegen. Jedenfalls sollte das für ihre Tochter und für ihren Mann (das Ehepaar getrennt lebend) verbindlich sein. Nun aber war das Verhältnis zu den beiden genannten, gelinde gesagt, angespannt. Immerhin schickten mir die beiden eine Traueranzeige.
Das Ganze (ich meine die "Erbschaft") war mir ferngerückt, und ich muss betonen, dass ich da keine spekulativen Gelüste bezüglich der Bilder habe. Dennoch kam da die Frage: "Werde ich die Bilder erhalten?" - Ehrlich gesagt rechne ich nicht damit, obwohl ich sicher bin, dass sie das schriftlich fixiert hat. Es geht mir nicht um den materiellen Wert (eines der Bilder dürfte einen gewissen Wert haben, ist von einem heute weltweit bekannten deutschen Künstler). Aber es ist nur natürlich, dass ich mir da die Frage stellte: "Werde ich die Bilder erhalten?"

Nun also die Frage:
Erbschaft Bilder.png
Erbschaft Bilder.png (179.22 KiB) 12609 mal betrachtet
(die Betreffende: in ihrem Geburtsbild AC Krebs, SO Steinbock)
Ich denke, ich kann die Verstorbene dem elften Haus zuordnen. Da ist VE - "Kunst", im Exil, aber mit deutlichen Würden. Ihr Regent erhöht. Jedenfalls ein Hinweis auf die Stimmigkeit der Frage.
Ich= Krebs, MO exiliert, zulaufend auf SA - und zwar, was ich sehr sprechend finde: der SA - "Hüter der Schwelle" fängt den Mond ab, bevor der ins achte Haus gerät, dem der Erbschaften. Der MO ist ja auch Regent über Haus zwei, und es geht ja auch um "Substanz" im weiteren Sinne.
Also, ich würde sagen: da kommt nichts. Was ich nicht so sehr bedaure des materiellen "Verlustes" wegen. Sondern weil es ihr ein wichtiges Anliegen war.
(Ja, und da muss ich ehrlich sein: eines hätte ich gerne bekommen... da meldet sich womöglich der aufsteigende Mondknoten am AC ? )
Vielleicht müsste man auch Ehemann und Tochter miteinbeziehen?
Nun, das soll erst einmal reichen.
Gruß,
Klaus

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Max
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"Erbschaft" ?

Beitrag von Max »

Hallo Klaus,

wenn auch mit anderer Begründung, gelange ich doch zu demselben,
leider negativen Ergebnis wie Du.

Die Bilder bleiben, astrologisch gesehen, auch über den Tod hinaus
Bestandteil des Vermögens (2.Haus) der verstobenen Freundin (11.
Haus) Die Bilder werden hier also durch Merkur, Herr des gedrehten
2. vom 11., also des radikalen 12. Hauses signfiziert.

Der Mond, Herr sowohl des relevanten 1. als auch 2. Hauses, müßte
eine direkte oder indirekte Verbindung mit dem rückläufigen Merkur
eingehen. Daran wird aber der Mond durch Saturn, wie auch Merkur
durch die Sonne, gehindert, ohne daß Saturn oder die Sonne das Licht
der beiden Signifikatoren sammeln könnten.

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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Max,
ja das ist wohl deutlich. Wobei sich die Befunde ergänzen, der deinige indessen zwingender erscheint.
Nun, also keine Kunst - dafür ein nicht "ästhetisches", aber auf seine Art überzeugendes Stundenbild.
Grüße,
Klaus

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frajoscha
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"Erbschaft" ?

Beitrag von frajoscha »

Hallo Klaus, hallo Max,

wie mir scheint zeigt [mo_ab_k] auf Spitze 8 (radikal) worüber Klaus nachdenkt; es sind die Bilder (2.) der
Verstorbenen. Daher scheint es doch nicht abwegig die Verstorbene Haus 7 zuzuordnen.
Der [mo_ab_k] 1 wird [sa_k] 7,8 als das Erbteil zu konjugieren ohne das Zeichen wechseln zu müssen. Dass
[sa_k] im Exil des [mo_ab_k] steht zeigt, dass der Erbteil (wenige Bilder) gering sein wird im Vergleich zum
gesamten Erbe. Mond wird seine Würde durch Verlassen seines Exils verbessern, was einer Verbes-
serung der Chancen für Klaus gleichkommt.
Andererseits steht [sa_k] ebenfalls in Haus des mobilen Besitzes, sprich Erbe, der Verstorbenen, was
zeigen mag, dass das Erbe dort bleiben wird wo es jetzt ist, nämlich nicht bei Klaus. Ich tendiere zur ers-
teren Variante.
Gruß, frajoscha
Zuletzt geändert von frajoscha am Fr 21. Feb 2020, 15:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Frajoscha,
ja - alles steht und fällt mit dem richtigen "Dreh" :) - wobei hier ja drei verschiedene Perspektiven mehr oder weniger aufs gleiche Ergebnis hindeuten.
Ohne da nun den hier gesteckten Rahmen klar überschreiten zu wollen: es ist offenkundig wohl so, dass der Wille der Verstorbenen von den beiden Verwandten (Mann, Tochter) nicht oder nur in Teilen akzeptiert wird - und zwar die Form der Bestattung betreffend. Da werde ich ergo wohl nicht viel zu erwarten haben.
Nunja, immerhin wieder etwas an Erfahrung gewonnen.
Grüße,
Klaus

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Max
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Beitrag von Max »

ein nicht "ästhetisches", aber auf seine Art überzeugendes Stundenbild.
Ohne da nun den hier gesteckten Rahmen klar überschreiten zu wollen
Hallo Klaus,

nur so am Rande: was verstehst Du unter einem "ästhetischen" Stundenbild,
und wo oder inwiefern erkennst Du hier einen klar gesteckten Rahmen?

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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Max, betr. "Rahmen" -
ich meinte den inhaltlich durch die Frage vorgegebenen Rahmen. Da waren die genannten Verwandten ja nicht im engeren Sinne miteinbezogen. Oder implizit doch - da sie es ja wären, die mir die Bilder zukommen lassen müssten - ?
Apropos"ästhetisch", die mich nun wohl nicht erreichende Kunst war gemeint. Kann man die Kategorie der Ästhetik in die Astrologie einbringen? Weiß nicht so recht...
Natürlich ist jedes Sinngefüge - wenn man das planetare Bild mal so nennen darf - im weiteren Sinne "ästhetisch".
(Erinnert mich an ein Seminar im Fach Geschichte, vor etlichen Jahrzehnten... da ging es auch um die Frage, ob und inwieweit die Kategorie des Ästhetischen in die Sichtung und Deutung der Geschichte eingehen kann.)

Grüße,
Klaus

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Max
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Beitrag von Max »

Die ironische Wortverdrehung oder Bedeutungsreduktion auf die nachgefragte
ästhetische Kunst war mir gar nicht in den Sinn gekommen.

Ich dachte an ein stundenastrologisches Horoskop, welches, nach den Regeln
beurteilt, ein schlüssiges aber völlig unerwartetes, abwegiges, ja abstruses
Ergebnis liefert, welches sich dann aber in der Realität als völlig zutreffend
erweist, und das bis in die letzten Einzelheiten. Einem solchen, wie ein Uhr-
derwerk unausweichlich das richtige Ergebnis iiefernden Horoskop würde ich
als Astrologe eine gewisse Ästhetik in seiner Funktion nicht absprechen wollen.

Hinsichtich des "Rahmens" wäre aufgrund der von mir zuvor genannten Prohibi-
tionen die Untersuchung erhellend, wer denn durch Saturn und die Sonne, die
prohibierenden Planeten, signifiziert wird. Und da ist es ausgesprochen interes-
sant, daß es nicht die Sonne ist, die zu verhindern scheint, wie ich gesten schrieb.

Mit der Astrouhr im Astroprozessor ist es aber nun klar, daß die Sonne zu-
erst das Sextil von Mars erreicht. Mars sammelt also ihr Licht, aber bevor Mars
auch das Licht von Merkur erhält, bildet die Sonne ene Konjunktion mit Merkur.
Das alles in einem Orbis von nur 20 Bogenminuten.

Diese Differenzierungen sind aber schon sehr speziell, denn bereits durch die un-
zweifelhafte Prohibition von Saturn ist der Mond, bist Du und dein potentieller
Besitz in jedem Fall bereits komplett aus dem Rennen.

Saturn: könnte für offene Gegner stehen, vielleicht der Ehemann oder die Kin-
der; wenig befriedigend, denn sie sind anders signifiziert:
die Kinder durch die Sonne,
der Ehemann durch Venus (bleibt aber in der Konstellation völlig außen vor),
und die Erblasserin durch Mars.

Summarisch und prima vista und als Nebenschauplatz: durch ihre 'Selbstüber-
schätzung' (Mars in der Exaltation), nämlich den Verlauf über ihren Tod hinaus
bestimmen zu können, bekommen / behalten die Kinder die Herrschaft auch
über die Bilder.

Technisch fragt sich, ob die Sonne nach ihrer Abgabe des Lichts an Mars noch
die Abgabe des Lichtes von Merkur an Mars durch ihre Konjunktion mit Merkur
verhindern kann, oder ob Mars auch das Licht von Merkur noch sammeln kann,
oder ob bereits mit der Verbindung von Sonne und Mars weitere Möglichkeiten
hier ausgeschlossen sind, weil die Sonne zwar keine Konjunktion mehr mit Mer-
kur schließen kann, ihn aber dennoch an seinem Sextil mit Mars hindern kann.

Eine Frage, die sich immer wieder stellt, ohne daß ich dazu bisher bei einem
Autor auch nur den Ansatz einer Antwort gefunden hätte: Kann ein Planet, nach-
dem er bereits eingegriffen hat, dennoch im weiteren Verlauf prohibieren?

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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Danke, Max, für diese sehr eingehende Betrachtung, spezifisch die Rolle der Signifikatoren betreffend.
Auf die zum Schluss gestellte Frage kann ich dir keine Antwort geben. Vielleicht weiß da jemand mehr hinzuzufügen als ich es vei meinem derzeitigen Wissensstand könnte.
Schließlich ist die Frage ja von durchaus grundlegender Bedeutung.
Noch einmal zu den (direkten) Verwandten - gehe ich von 11 aus, dann ist die Tochter solar bestimmt, der Vater durch die Venus.
Die Tochter ist in der Jungfrau geboren, hat aber meines Wissens einen Löwe-AC (kommt auch klar zum Ausdruck). Der Vater ist in der Waage geboren - auch künstlerisch veranlagt (aber bezogen auf Musik, hatte da eine Professur).
Grüße,
Klaus

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micha
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Beitrag von micha »

Hallo Klaus, hallo zusammen,

ergänzend eine weitere Sicht: bei der Fragestellung geht es um etwas, das im Bereich des Ideellen liegt (AC Herr Mond in acht). Es hat auch was mit alten Frauen (Mond Saturn) zu tun. Der Bestand selbst ist karg (Mond Saturn). Es kommt mit der Fragestellung zu einem Wandel der Sicht auf die Welt (Haus 9 vom Wassermann beherrscht) im Sinne von Rechtlosigkeit (Sonne im Orbis von zwei Fisch Gruppenschicksal). Im Ergebnis ist was aufgelöst. Nebenaspekt auch ein Bestand, der nicht greifbar ist.
Du wirst also nichts bekommen außer eine neue Erkenntnis.

Viele Grüße
Micha

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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Micha,
ja, da wird wohl nichts kommen... Interessant jedenfalls, diese z.T. unterschiedlichen Sichtweisen zu vergleichen.
Grüße,
Klaus

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cazimi
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Beitrag von cazimi »

Hallo Klaus,

was auffallend an diesem Horary ist, dass keiner der Planeten eine Rezeption zum MO, also zu Dir und Deinem Geldbeutel, aufweist.
Im Gegenteil.
Ich glaube nicht, dass die Erbengemeinschaft in irgendeiner Weise an Dich denken wird.

So leid es mir auch tut.

Gruss
Cazimi

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Max
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Beitrag von Max »

cazimi hat geschrieben:
Sa 22. Feb 2020, 19:55
was auffallend an diesem Horary ist, dass keiner der Planeten eine Rezeption zum MO, also zu Dir und Deinem Geldbeutel, aufweist.
Im Gegenteil.
Ich glaube nicht, dass die Erbengemeinschaft in irgendeiner Weise an Dich denken wird.
Hallo Cazimi,

würdest Du denn, eine gegenseitige Rezeption unterstellt,
die Herausgabe der Bilder bejahen?

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cazimi
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Beitrag von cazimi »

Hallo Max,

besser spät als nie ;)

Mal davon ausgehend, daß eine gegenseitige Rezeption bestünde, spräche immer noch die miserable Lage der Erbschaft dagegen, so man vom 11. HA ausgeht.

MER retrograd, applikaliv combust und in Exil und Fall und im 12. HA der Freundin. Anscheinend ist das Erbe noch nicht so klar.

Oder wie würdest Du in diesem Fall hier MER deuten?

Danke

Grüsse
Cazimi

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Max
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Beitrag von Max »

cazimi hat geschrieben:
Mo 24. Feb 2020, 17:03
Hallo Max,

besser spät als nie ;)

Mal davon ausgehend, daß eine gegenseitige Rezeption bestünde, spräche immer noch die miserable Lage der Erbschaft dagegen, so man vom 11. HA ausgeht.

MER retrograd, applikaliv combust und in Exil und Fall und im 12. HA der Freundin. Anscheinend ist das Erbe noch nicht so klar.

Oder wie würdest Du in diesem Fall hier MER deuten?

Danke

Grüsse
Cazimi
Hallo Cazimi,

noch später, aber immerhin doch noch! ;)

Ganz unabhäging vom grottenschlechten Zustand von Merkur
im vorliegenden Fall, wollte ich von Dir, sozusagen abstrakt,
lediglich wissen, ob Du eine gegenseitige Rezeption für den
Erhalt eines Erbes als grundsätzlich ausreichend betrachtest,
oder ob Du letztlich doch, wie etwa ich selbst, hierzu einen
Aspekt für erforderlich hältst.

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